Leben – Glauben – Dienen

Die Mitarbeitergemeinschaft des CVJM Nürnberg

Auf der Suche?

Egal wie – ob alles oder nur einiges zutrifft – die Mitarbeitergemeinschaft des CVJM Nürnberg könnte für dich genau das Richtige sein! Damit du einen ersten Eindruck von dieser Gemeinschaft bekommen kannst, haben wir die folgenden wichtigen Infos in diese Seite „gepackt“:

  1. Wer wir sind …
  2. Was uns trägt …
  3. Was uns wichtig ist …
  4. Wie wir geworden sind …
  5. Wie wir gemeinsam leben und arbeiten…
  6. Wie ich dazu kommen kann …
  7. Wo wir uns engagieren …
  8. Wie ist das Verhältnis von CVJM und Kirche …
  9. Digital Stories – drei Lebensbilder von langjährigen Mitarbeiter-Ehepaaren
  10. Bündnis der Barmherzigkeit

 

 

Mitarbeiter

1. Wer wir sind

Mitarbeitergemeinschaft und CVJM – eine kleine Begriffsklärung

Der CVJM Nürnberg e.V. wurde am 23.10.1898 gegründet. Von Anfang an hat der CVJM christliche Jugendarbeit in Nürnberg im Auftrag der Evangelischen Kirche in ökumenischer Weite geprägt. AlsVerein, dem besonders die Jugendarbeit, aber auch viele weitere Arbeitszweige am Herzen liegen, hat der CVJM Nürnberg wöchentlich ca. 1.100 Besucher und knapp 450 Mitglieder, von denen ca. 230 als Mitarbeiter tätig sind.Innerhalb des CVJM Nürnberg entstand Ende der 80er Jahre eine verbindliche geistliche Gemeinschaft. Diese „Mitarbeitergemeinschaft“ versteht sich als die geistliche Mitte des CVJM. In ihr wissen wir uns von Gott als eine Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern zueinander gestellt und in Christus miteinander verbunden. Wir sind keine Gemeinde im Sinne einer Konfession oder Kirche, sondern eine Bewegung von Christen aus unterschiedlichen Konfessionen, die zusammen in einer Lebens-, Glaubens- und Dienstgemeinschaft unterwegs sind.

 

„Mich beschäftigt die Frage, wie ich als Christ in unserer Gesellschaft nach Gottes Auftrag leben kann und wie sich das in meinem Lebensumfeld ganz konkret gestalten lässt. In der Mitarbeitergemeinschaft kann ich mit vielen anderen Christen gemeinsam nach Antworten zu dieser Frage suchen. Ich erfahre hier auch, was meine Geschwister bewegt und habe schon oft erlebt, wie ich durch diese Gemeinschaft, das Mittragen, Mitfreuen und füreinander Beten beschenkt und gestärkt worden bin. Das Verbundensein durch Jesus geht hier weit über die menschliche Sympathie hinaus und wir können trotz aller Vielfalt und Verschiedenheit eins sein.“ (Rolf Ohlsen)

 

 

2. Was uns trägt …

Eine lebendige, wachsende Gemeinschaft braucht ein stabiles Fundament – eine tragende Basis. Schon 1855 haben die Gründer des CVJM die sogenannte ‚Pariser Basis‘ verfasst, die bis heute Zweck und Ziel der CVJM weltweit beschreibt.

„Die Christlichen Vereine Junger Männer haben den Zweck, solche jungen Männer miteinander zu verbinden, welche Jesus Christus nach der Heiligen Schrift als ihren Gott und Heiland anerkennen, in ihrem Glauben und Leben seine Jünger sein und gemeinsam danach trachten wollen, das Reich ihres Meisters unter jungen Männern auszubreiten.

Keine an sich noch so wichtige Meinungsverschiedenheit über Angelegenheiten, die diesem Zweck fremd sind, sollen die Eintracht brüderlicher Beziehungen unter den nationalen Mitgliedsverbänden des Weltbundes stören.

Die CVJM sind als eine Vereinigung junger Männer entstanden. Heute steht die Mitgliedschaft allen offen. Männer und Frauen, Jungen und Mädchen aus allen Völkern und Rassen, Konfessionen und sozialen Schichten bilden die weltweite Gemeinschaft im CVJM. Die ‚Pariser Basis‘ gilt heute im CVJM-Gesamtverband in Deutschland e.V. für die Arbeit mit allen jungen Menschen.“

Ausgehend von diesem Gründungswort haben wir als Mitarbeitergemeinschaft 2006 die fünf Kernaufgaben unserer Gemeinschaft in einem aktualisierten Leitbild beschrieben. Diese lauten:

  1. Den persönlichen Glauben stärken
  2. Miteinander glauben
  3. Zum Glauben einladen
  4. Der Gesellschaft dienen
  5. Der Einheit unter Christen dienen

 

„An der Mitarbeitergemeinschaft hat mich überzeugt, dass Jesus der geistliche Mittelpunkt ist und sie sich mit der Frage „Was will Jesus“ von IHM leiten und ausrichten lässt. Und das, was Jesus vorgelebt hat, versuchen wir als Christen in unserem Alltag – mit und als Familie, im Beruf, in Zeiten von Krankheit und Krise genauso wie in Zeiten von Muse und Urlaub – zu integrieren. So erlebe ich die MAG.“ (Ulrike Bilz)

 

 

3. Was uns wichtig ist…

In der kreativen Spannung von Sammlung und Sendung leben wir im CVJM als Mitarbeitergemeinschaft. In der Sammlung um Christus schöpfen wir Kraft für unsere Sendung. Und die Sendung hat zum Ziel, andere Menschen einzuladen, sich dazu zu gesellen und sich um Christus zu versammeln. So führt die Sammlung zur Sendung und die Sendung zur Sammlung. Beide Grundaspekte geistlichen Lebens in einer Gemeinschaft können nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern bedingen sich vielmehr gegenseitig.

Was bedeutet Sammlung?

Wir wissen um die Schönheit der Gemeinschaft in Jesus Christus. In meiner Schwester und meinem Bruder begegnet mir Jesus Christus und stärkt mich. In der Mitarbeitergemeinschaft üben wir miteinander ein, was es heißt als Jünger (Schüler) Jesu zu leben und feiern gemeinsam seine Gegenwart in unserer Mitte.

Was bedeutet Sendung?

Wir teilen die Sehnsucht von Jesus Christus, dass jeder Mensch in die Gemeinschaft mit Ihm hinein findet (Bekehrung). Wir setzen im CVJM alles daran, dass Menschen auf verschiedenste Art und Weise von der Liebe Jesu Christi erfahren und Schritt um Schritt in eine feste Beziehung zu Ihm finden.

 

„Die Mitarbeitergemeinchaft ist der Ort, an dem ich spüre, dass ich zu einer starken, lebendigen Gemeinschaft gehöre, die in Jesus gegründet ist. Ich erlebe, dass mein eigener Dienst, mein  Engagement Teil eines größeren Ganzen ist und wir alle an einem Strang ziehen, um unsere Stadt, unser Umfeld zu verändern. Alleine könnte ich das so nie machen! Hier finde ich auch den Raum,  Beziehungen und Freundschaften zu pflegen und eine Struktur, die mir hilft, meinen Dienst auszurichten und gemeinsam von Christus her durchdringen zu lassen.“ (Anne-Sophie Köhler)

 

 

4. Wie wir geworden sind …

Rückblickend sehen wir, wie sich durch die Jahre das Bemühen Gottes, uns als Gemeinschaft der Mitarbeiter nach seinen Vorstellungen und seinem Willen zu formen, wie ein roter Faden durchzieht. Dabei nutzt Gott immer wieder Menschen, die sich seinen Zielen öffnen.

Heute blicken wir voll Dankbarkeit auf diesen Weg zurück, freuen uns an der Gegenwart Gottes in unserer Mitte und legen unseren weiteren Weg vertrauensvoll in seine Hand.

 

„Ich investiere mich aus Dankbarkeit in der Mitarbeitergemeinschaft. Ich habe selbst erlebt, dass sich hier Menschen um mich kümmerten, denen es wichtig war, dass ich Jesus kennenlerne. Die Mitarbeitergemeinschaft ist meine geistliche Heimat. Hier kann ich Glauben lernen, leben und weitergeben.“ (Thomas Schuster)

 

 

Mitarbeiter

5. Wie wir gemeinsam leben und arbeiten

Gemeinsame Zeiten und verschiedene Treffen sind Kristallisationspunkte unserer Glaubens-, Lebens- und Dienstgemeinschaft. Dort schöpfen wir Kraft für unseren Alltag – und für unser Engagement in den Arbeitsfeldern des CVJM und darüber hinaus. 1. bis 3. sind immer im Wechsel am Dienstag Abend.

1. CVJM-Abend (Schwerpunkt: gemeinsam glauben)

Der CVJM-Abend ist ein monatlicher Gottesdienst in freier Form für alle Mitarbeitenden in unserem CVJM. Er soll die Mitarbeitergemeinschaft zusammenführen und motivieren. Hier erfahren wir Gottes Kraft und Hoffnung für unseren Alltag und empfangen Stärkung für unser Engagement im CVJM.

2. Mitarbeiter-Kleingruppen (Schwerpunkt: gemeinsam leben)

Zweimal im Monat treffen sich die Mitarbeiter in kleinen Gruppen zu acht bis zwölf Personen in privaten Haushalten für einen Abend. Die Mitarbeiter-Kleingruppe vertieft, ermutigt und fordert heraus, um als Christen „gemeinsam auf Kurs“ zu bleiben. Glaube wird im besten Sinne alltäglich.

3. Bereichsabend und Arbeitskreistreffen (Schwerpunkt: gemeinsam dienen)

Einmal im Monat treffen sich die Mitarbeiter in Arbeitsbereichen des CVJM (z.B. Bereich für Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen und z.B. Arbeitskreis für Internationale Arbeit oder Öffentlichkeitsarbeit), um die Zielrichtung gemeinsam festzulegen und abzustimmen.

4. Tagungen und Fortbildung

Besonders intensiv sind die Zeiten, in denen wir für eine bestimmte Zeit zusammen leben. Das sind die zwei Mitarbeitertagungen im Jahr zu Ostern und im Herbst, der Studientag sowie diverse Fortbildungsangebote.

 

„Ich schätze an der Mitarbeitergemeinschaft, dass sie mein geistiges zu Hause geworden ist, in dem ich auch herausgefordert werde. Die Aufteilung CVJM- Abend, Kleingruppe und Bereich empfinde ich als sehr gut: Beim CVJM- Abend kann ich eine tiefgehende Predigt hören, in der Kleingruppe können wir das Thema vertiefen. Mit dem Bereich habe ich eine Arbeitsgruppe, die sehr familiär und persönlich ist. Es ist cool, in den einzelnen Treffen so viele verschiedene Eindrücke von so vielen verschiedenen Menschen sammeln zu können.“ (Nanji, Nathanel Burk)

„Ich liebe die Gemeinschaft und die Begegnung zwischen Jung und Alt. Gerade am CVJM-Abend kann ich hören, was in den anderen Bereichen läuft, was mir sehr wichtig ist und ich kann die Erfahrung machen, dass ich kein Alleinkämpfer bin, sondern in einem großen Miteinander stehe, in dem ich selbst ermutigt werde und andere ermutigen kann.“ (Ulrike Gräf)

 

 

6. Wie ich dazu kommen kann

Es ist ein riesiges Geschenk und eine große Freude, wenn Menschen zur Mitarbeitergemeinschaft hinzu kommen möchten . Meist geschieht dies auf einem der drei folgenden Wege:

1. Kommst du aus der Jugendarbeit des CVJM Nürnberg?

Oft entsteht natürlich der Wunsch, sich dort zu engagieren, wo man selber gute Erfahrungen gemacht hat. Das freut uns natürlich besonders! Von daher: wende dich bitte an einen verantwortlichen Mitarbeitenden* und überlege gemeinsam mit ihm, was für dich dran und wichtig ist, damit du auch das „nötige Handwerkszeug“ für dein Engagement erhältst.

Hierfür haben sich als sehr hilfreich folgende Angebote erwiesen: Jugendleiterschulungen, glaubensvertiefende Angebote, praktisches Ausprobieren in Gruppen, bei Projekten und Freizeiten, persönliche Begleitung und Mentoring.

2. Bist du als Christ aus einem anderen CVJM oder einer Kirchgemeinde nach Nürnberg gezogen?

Wenn „Geschwister“ zuziehen, ist das immer ein besonderer Grund zur Freude. Wichtig ist für uns, dass es nicht in erster Linie gleich um „Mitarbeit“ und „Engagement“ geht. Wir hoffen, dass du in unserer Mitarbeitergemeinschaft eine neue geistliche Heimat findest. Dazu macht es Sinn, sich erst einmal ein Bild zu machen und eine Weile als Gast mitzuleben, um dann entscheiden zu können, ob man in Zukunft verbindlich dazu gehören will. Von daher ist es wichtig, Zeit miteinander zu verbringen – sei es bei unseren Treffen am Dienstag (CVJM-Abend, Kleingruppen, Bereich) oder bei den Mitarbeitertagungen (Ostern, Herbst). Absolut zu empfehlen ist der „Startertag“, der speziell hilft, sich gegenseitig besser zu verstehen.

3. Bist du im CVJM Nürnberg Christ geworden? Oder hat dein Glaube entscheidende neue Impulse erhalten, dass du dich engagieren willst?

Dann herzlich willkommen! Auch hier ist es gut, sich erst mit einem verantwortlichen Mitarbeitenden zu besprechen, um zu überlegen was für Dich dran ist. Ist vielleicht ein Angebot gut, bestimmte Glaubens- und Lebensfragen zu vertiefen? Oder ist es für dich gleich richtig, die Mitarbeitergemeinschaft als Gast kennenzulernen? D.h. mit an Dienstags-Mitarbeitertreffen (CVJM-Abend, Kleingruppen, Bereich), den Mitarbeitertagungen zu Ostern und im Herbst mit dabei zu sein? Sicher gilt es, miteinander herauszufinden, welches Tempo das für dich sinnvolle ist oder mit welchen Begabungen du dich wo am besten mit einbringen kannst. Wichtig ist für uns, dass du unkompliziert dazu kommen kannst und gleichzeitig aber die (wieder) neue und frische Beziehung zu Jesus Christus vertiefen kannst.

Dazu noch ein paar wichtige Stichworte:

  1. Startertag: Ein- bis zweimal im Jahr bieten wir einen Tag an, wo wir grundlegende Überzeugungen unserer Mitarbeitergemeinschaft und unsere Lebensweise reflektieren. Des Weiteren bekommen die Teilnehmer einen Einblick in die Organisationsstruktur unseres Vereins und manche Informationen, die im Alltäglichen nicht immer kommuniziert werden.
  2. Gaststatus in der Mitarbeitergemeinschaft: Damit sich keiner vorschnell für etwas verbindlich zugehörig erklären muss, was er noch nicht richtig kennt, empfehlen wir, einige Zeit (in der Regel zwischen 4 und 12 Monate) mitzuleben, um sich dann für die Mitarbeitergemeinschaft oder eine andere christliche Gemeinschaft/Gemeinde als geistliche Heimat zu entscheiden.
  3. Einsegnung in die Mitarbeitergemeinschaft: Wir wollen miteinander verbindlich unterwegs sein. Nachdem du nach allen hinführenden Schritten selber spürst, dass der Gaststatus seine Zeit gehabt hat oder jemand auf dich zukommt und dich direkt fragt, dann ist es Zeit zu überlegen, ob du dich verbindlich zur Mitarbeitergemeinschaft stellen willst. Als sichtbares Zeichen der Aufnahme wirst du am CVJM-Abend eingesegnet und erhältst die Stimmberechtigte Mitgliedschaft, d.h. du kannst dann in Zukunft über die Mitgliederversammlung auch in alle leitenden Gremien gewählt werden bzw. andere wählen.

 

„Die ersten Mitglieder der MAG lernte ich beim Alpha-Kurs im CVJM und vor allem am Alpha-Wochenende kennen. Ich werde nie vergessen, wie offen und herzlich ich Willkommen geheißen wurde und all meine Fragen stellen konnte. Inzwischen sind diese Menschen meine Freunde und Geschwister. Erst nach und nach lernte ich, dass auch Gott mich bedingungslos liebt und annimmt. Wenn es eine geistliche Heimat gibt, dann bin ich in der MAG des CVJM Nürnberg zu Hause.“ (Claudia Brandel)

„Obwohl ich viele Menschen und das Haus schon länger kannte, war der Startertag total cool und echt ein Gewinn für mich. Wir sind durch die einzelnen Räume im CV gegangen, aber haben nicht nur über deren Funktion gesprochen, sondern sind auch über die Lebensbereiche, die sie repräsentieren, auf unser eigenes Leben gekommen. Das war richtig gut. Ich habe auch viel tiefer als im Alltagsbetrieb der Programme die Mitarbeitergemeinschaft und die gute Intention, den Antrieb und das Ziel der Mitarbeiter verstanden.“ (Christopher Burgahn)

 

 

7. Wo wir uns engagieren

Der CVJM – ein Haus voll Leben

Vielfalt zeigt sich in unseren Arbeitsbereichen – wir freuen uns über eine Vielfalt an engagierten Mitarbeitern und eine Vielfalt an Angeboten. Eine ausführliche Information über alle Angebote des CVJM findet sich im „CVJMagazin“ oder hier auf unserer Internetseite.

Ziele aller Programme sind:

 

„Gott schafft Gemeinschaften, in die er konkret vor Ort beruft. Gemeinsam zu glauben ist von entscheidender Bedeutung. Die MAG ist die Ausdrucksform, miteinander als Jünger Jesu zu leben und unterwegs zu sein.“ (Reinhard Prechtel)

Die Mitarbeitergemeinschaft ermöglicht ein schnelles Ankommen in einer neuen Stadt, weil man sehr schnell Freunde kennen lernen, gemeinsam ausgehen und was unternehmen kann. Sie ist wie eine Familie, man hilft sich gegenseitig z.B. bekomme ich oft ein Auto ausgeliehen oder helfe anderen beim Umzug. Ich kann durch die vielen unterschiedlichen Menschen neue Themenbereiche und Hobbies entdecken.“ (Michael Köhler)

„Ich erlebe in der Mitarbeitergemeinschaft eine klare geistliche Ausrichtung: Es geht um Jesus. Gleichzeitig sind Verbindlichkeit und Offenheit hier kein Widerspruch. Wir stehen verbindlich zusammen, aber ich habe die Freiheit, mich so einzubringen, wie es mir möglich ist. Besonders gut tut mir die Mitarbeiter-Kleingruppe, in der ich mich heimisch fühle und geistlich auftanken kann.“ (Esther Dauner)

 

 

8. Wie ist das Verhältnis von CVJM und Kirche …

CVJM und Kirche?

Ein klares Jein auf eine unklare Frage.

Ist der CVJM Kirche? Ist er Teil der Kirche? Wie ist seine Beziehung zu den Kirchen – zu den verschiedenen Landeskirchen, den verschiedenen Konfessionen – evangelisch, katholisch, orthodox, freikirchlich? …. – ein Artikel von Ulrich Parzany (Mitarbeiterhilfe 1999/1) hilft zu einem besseren Verständnis.

CVJM_und_Kirche_Mitarbeiterhilfe_1-99_Parzany

 Ekklesia – Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern

In der Bibel im Neuen Testament wird die Gemeinschaft von Schwestern und Brüdern als „Ekklesia“ bezeichnet. Als solche verstehen wir uns in der Mitarbeitergemeinschaft. Grundlegend für das Verständnis von der Ekklesia des Neuen Testaments und dem CVJM hat im Jahr 1953 Emil Brunner (ehemaliger Professor für systematische und praktische Theologie an der Universität Zürich) ein Referat gehalten. Dieses kannst Du hier downloaden:

Ekklesia_Brunner

 

„Gott ruft Menschen zur Umkehr, zum Glauben, zur Nachfolge und zum Dienen. Diejenigen, die auf diesen Ruf hören, bilden die Ecclesia, sie sind die „Herausgerufenen“ und so verstehe ich Mitarbeitergemeinschaft. Sie besteht aus Menschen, die dem Ruf Gottes folgen und ihren Dienst im CVJM, im Beruf, in der Stadt, in der Familie usw. tun. Gott beschenkt sie durch die Gemeinschaft mit einem Ort, an dem sie sich wohlfühlen und ihre Gaben einbringen können“ (Konrad Herdegen)

 

 

9. Digital Stories – drei Lebensbilder von langjährigen Mitarbeiter-Ehepaaren

Warum arbeitet ihr schon seit eurer Jugend ehrenamtlich im CVJM mit? Drei Ehepaare aus dem CVJM – vorgestellt von Jugendlichen aus der Wilhelm-Löhe-Schule im Rahmen des von der Auerbach-Stiftung geförderten Projekt „Digital Stories“.

Uli und Gerhard Gräf

Gerti und Karl Guckenberger

Hedi und Gerhard Scheffbuch

 

10. Bündnis der Barmherzigkeit

Die Frage „Wie wollen wir zusammen leben?“ beschäftigt uns immer wieder und so haben wir zwischen 2011 und 2013 formuliert, was uns in unserem Zusammenleben wichtig ist. Bei dem Bündnis handelt es sich um kein Gesetz oder Ordnung, sondern um Worte, die wir immer wieder bedenken und dann vor allen Dingen umsetzen wollen in unserem gemeinsamen Leben.

 

Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht. Phil. 2, 5

 

1. Die Grundlage: Jesus Christus ist für dich und für mich

1.1.  Wir schöpfen unser persönliches Selbstvertrauen und die Liebe, die wir benötigen um einander wertzuschätzen, aus der Beziehung zu Jesus Christus. Bei IHM liegt die Quelle aller Barmherzigkeit.

1.2.  Daraus folgt das „Ich bin für dich!“ ohne Bedingungen in unseren Beziehungen.

1.3.  Wir sind einander Gabe. Wir sind im CVJM durch die Liebe Jesu Christi zueinander gestellt und brauchen einander.

 

2. Unsere Antwort: sich gegenseitig dienen, wie Christus uns gedient hat

2.1.  Wir schätzen die vielseitigen Begabungen und danken Gott für die Erfolge sowohl Einzelner als auch der Gemeinschaft.

2.2.Wir helfen mit, dass wir uns gegenseitig in unserer persönlichen Entwicklung fördern.

Wir achten auf die richtige Balance der Lebensbereiche.

2.3.Wir verteilen und übernehmen Gesamtaufgaben nach Begabungen und Berufungen.

Hier greift das Bild des Staffellaufes – keiner muss alleine die ganze Strecke laufen, sondern wir helfen uns gegenseitig.

2.4.Wir drücken uns gegenseitig Wertschätzung aus und leben nicht nach dem Grundsatz

„Nix gesagt, ist genug gelobt.“.

2.5.Wir wissen, dass unsere Beziehungen unser Miteinander in der Mitarbeitergemeinschaft bestimmen. Deswegen pflegen und achten wir die Beziehungen untereinander.

 

3. Wir verstehen Konflikte als eine Chance für unsere Beziehungen

3.1.  Wir stehen zu unseren positiven (z.B. Sympathie) und negativen Gefühlen (z.B. Neid).

Wir lassen nicht zu, dass die negativen Gefühle die Beziehungen untereinander zerstören.

3.2.Wir sagen uns konstruktive Kritik, die aus einer Wertschätzung der Schwester und des Bruders kommt – immer mit dem Ziel, dass der andere dadurch die Möglichkeit zur Veränderung erhält.

3.3.Dazu gehört, dass wir nicht schlecht über den anderen reden, sondern immer so, als sei dieser anwesend.

3.4.Wenn wir schuldig aneinander werden, bitten wir um Vergebung durch unseren HERRN und die Schwester bzw. den Bruder.

3.5.Wir wissen in der Mitarbeitergemeinschaft um die Möglichkeiten der Begleitung (z.B. Seelsorge, Mentoring) und beanspruchen diese bei Bedarf (z.B. wenn wir Sorgen haben, Lebensumstände widrig sind, wir mit unseren Geschwistern Probleme haben o.ä.).

3.6.Wir tragen Mehrheitsentscheidungen in Teams und Gremien mit und stellen uns hinter sie.

 

Ihr wisst, die als Herrscher gelten, halten ihre Völker nieder, und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an. Aber so ist es unter euch nicht; sondern wer groß sein will unter euch, der soll euer Diener sein, und wer unter euch der Erste sein will, der soll aller Knecht sein. Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele. Mk 10, 42-45

Nehmt einander an, so wie Christus euch angenommen hat. Auf diese Weise wird Gott geehrt. Römer 15,7