Partnerschaft mit dem CVJM Domus in Rumänien

Seit 2010 arbeiten der CVJM Domus in Rumänien und der CVJM Nürnberg zusammen. Vom internationalen Jugendaustausch über Workcamps bis hin zu sozialmissionarischen Einsätzen ist die Partnerschaft von tiefen geschwisterlichen Beziehungen geprägt. Jedes Jahr gibt es die Möglichkeit für viele, sich hier zu engagieren und sinnvoll einzubringen. Sei mit dabei und komm mit! Es lohnt sich!

  1. News aus der Partnerschaft mit Rumänien
  2. Wie kam es zu der Partnerschaft?
  3. Wer ist der CVJM Domus?
  4. „Közös Élet“ – Gemeinsam leben
  5. Förderer unserer Partnerschaft
  6. Videos zur Partnerschaft

1. News von der Partnerschaft mit Rumänien

<News kommen bald>

Rumaenien

2. Wie kam es zu der Partnerschaft?

Auf einer Trekkingtour 2006 kam es zu einer denkwürdigen „zufälligen“ Begegnung auf einem Berggipfel von einer CVJM-Nürnberg-Trekkinggruppe mit Beni Schaser und Felix Meinel (CVJM Domus), die ebenfalls im Fogarasch-Gebirge unterwegs waren. Zwei Jahre später kam Felix Meinel zum Studium nach Nürnberg, später auch noch seine zukünftige Ehefrau Fanny, die im CVJM Nürnberg ein Praxissemester absolvierte. Durch diese persönliche Verbindung kam es zu einer Einladung 2010, sich die Domus-Arbeit vor Ort anzusehen. Zuerst besuchte die Familie Götz die Domus-Arbeit und anschließend direkt eine erste CVJM-Gruppe aus Nürnberg. Unterstützend half auch die guten Beziehungen zu Johannes Halmen (Dekan Schäßburg) und Martin Türk-König (Pfarrer). Aus diesen Begegnungen erwuchs in den folgenden Jahren eine immer intensivere Zusammenarbeit mit folgenden Programmen:

  • internationale Jugendaustauschmaßnahmen
  • sozialmissionarische Einsätze von chinesischen und deutschen Jugendlichen und Jungen Erwachsenen
  • generationsübergreifende Workcamps mit Familien und Erwachsenen
  • Weihnachtspaketaktionen und Second-Hand-Artikel für den Domus-Second-Hand-Shop
  • gegenseitige Besuche und Unterstützung durch Beten

3. Wer ist der CVJM Domus?

Die Hilfsarbeit hat ihren Ursprung im zweitgrößten Kinderheim Rumäniens, im Kinderheim von Cristuru Secuiesc (Szekelykeresztur), im ungarisch-sprachigen Raum von Siebenbürgen, im Distrikt Harghita. Nachbarstädte sind Sighisoara (Schäßburg) und Odorheiu Secuiesc (Udvarhely). Die schwierige Situation in den Kinderheimen bewog junge Christen aus Bautzen direkt nach der Wende nach Rumänien zu fahren und zu helfen.Unter der Leitung von Diakon Rüdiger Steinke begannen sie im Kinderheim sich um die Kinder zu bemühen. Unter großen Schwierigkeiten konnten sie dort eine betreuende soziale Arbeit mit folgender Zielsetzung aufbauen: „Benachteiligte rumänische Jugendliche sind oft hochbegabt, wissensdurstig und voller Sehnsucht nach einem anderen, besseren Leben. Doch durch die Erlebnisse in ihrer Kindheit und Jugend sind sie wenig selbstbewusst und in ihrer Lebensgestaltung behindert. Wir kümmern uns um Ausbildung, um eine Beheimatung und bieten diesen jungen Menschen Lebensbegleitung an.“

Aus diesem kleinen Anfang ist eine umfangreiche Arbeit im Domus Rumänien e.V. erwachsen, die von einem Förderverein Domus Deutschland e.V. und der CJD-Domus-Stiftung heute unterstützt und getragen wird. Die Domus-Arbeit ist heute eine Kooperation von CVJM und CJD (Christlichem Jugenddorfwerk Deutschland). Folgende Arbeitsbereiche gibt es:

  1. „Közös Élet“ – Gemeinsam leben (CVJM-Jugendarbeit und Roma-Hilfe) – mit Beni und Christin Schaser im ungarisch-sprachigen Keresztúr (rum. Cristuru Secuiesc, deutsch: Großkreuz), in der Kirchenburg Arkeden und im „Haus für Roma-Kinder“ in Czekefala
  2. „Haus des Lichts“ (Familien-Wohngruppe, Jugendarbeit mit Jugendlichen aus Pflegefamilien) – mit Fanny und Felix Meinel im rumänisch-sprachigen Albesti bei Sighişoara
  3. Familienhaus (Wohngruppe für junge Erwachsene) im ungarisch-sprachigen Secuieni (Ùjszèkely)
  4. Gästehaus (für Urlauber) direkt beim Familienhaus im ungarisch-sprachigen Secuieni (Ùjszèkely)
  5. Ausbildungszentrum (Berufshilfe für benachteiligte Jugendliche) vom CJD in Boldogfalva
  6. Orizont (Jugendwohngruppe) in Targu Mures (Neumarkt)

Domus ist kein Ort, sondern steht für „Heimat, Zuhause“. Da der CVJM Domus in mehreren Orten arbeitet hat er sich diesen Namen gegeben.

 

4. „Közös Élet“ – Gemeinsam leben

Am intensivsten arbeitet der CVJM Nürnberg mit „Gemeinsam leben“ zusammen. Deswegen hier noch ein paar mehr Informationen:

Die Arbeit hat drei Schwerpunkte:
– Jugendarbeit mit Jugendlichen, die meist in Waisenhäusern aufgewachsen sind
– Arbeit mit Romas aus Romasiedlungen in der Umgebung von Keresztúr
– Freizeiten-Arbeit

Die Vision der gesamten Arbeit: „Durch ein gemeinsames Leben erfahren benachteiligte Menschen Gottes Liebe, Nähe und heilende Kraft. Sie werden Nachfolger Jesu und Botschafter der „Guten Nachricht“ in der Kraft des Heiligen Geistes.“ Unter dieser Vision arbeitet das Team um Beni und Christin Schaser im Projekt „Közös Élet – Gemeinsam Leben“. Gemeinsam Leben bedeutet – gemeinsam beten, über Gott nachdenken und reden, gemeinsam arbeiten, gemeinsam dienen, gemeinsam essen, gemeinsam feiern, gemeinsam Ausflüge machen, gemeinsam singen, … – eben alles, was man gemeinsam wie in einer Familie machen kann. Sie wollen dabei Zeugen dessen sein, was Gott in unserem Leben getan hat und andere zu einem Leben mit ihm einladen.

4.1. Die Jugendarbeit

… war der erste Bereich von Közös Élet. Es entstand seit 2007 eine geistliche Jugendarbeit für die Jugendlichen der sozialen DOMUS-Hilfe und darüber hinaus.

Der wöchentliche Jugendabend ist ein wichtiger Programmpunkt. Die Teilnehmergruppe ist bunt gemischt – es kommen sowohl Jugendliche aus der DOMUS-Arbeit, wie auch Jugendliche aus Csekefalva/Cechesti (Romasiedlung). Nach einem gemeinsamen Abendessen um 19.oo Uhr geht es mit Lobpreis, einer thematischen Einheit und Gebet weiter. Gern laden wir uns an diesem Abend auch Gäste ein, die uns aus ihrem Leben erzählen und von ihrem Glauben Zeugnis geben.

Das Jugendhaus ist mit seiner günstigen Lage in Keresztúr das Zentrum unserer Arbeit. Im Obergeschoss ist eine Mitarbeiterwohnung, in der Christiane Fiedler wohnt. Oft finden die Jugendlichen hier eine offene Tür und einen Ort zum Ankommen. Im Erdgeschoss befinden sich ein kleines Café sowie ein großer Raum, der Möglichkeiten für Bandproben, Gottesdienste und Jugendabende bietet. Weiterhin sind hier ein kleines Büro, Lagerräume für Hilfsgüter und Lebensmittel, eine kleine Werkstatt und ein Bastelraum.
Hier befindet sich auch der SecondHand-Verkauf.

4.2. Die Arbeit mit Roma

…ist noch ein sehr junger, aber stetig wachsender Bereich des Projektes „Közös Élet – Gemeinsam Leben“.

Vor allem aus zwei Gründen ist diese Arbeit für das Projekt sehr wichtig:

  • Die meisten der DOMUS-Jugendlichen haben selbst Roma-Hintergrund. Für sie ist es ein sehr wichtiger Schritt, sich mit ihrer Herkunft und Vergangenheit auseinander zu setzen.
  • Die Hoffnung des Glaubens soll weitergegeben werden – diese Erfahrung ist auch für die DOMUS-Jugendlichen wichtig. In der Arbeit mit Roma können sie anderen helfen. Sie erleben, dass sie nicht die Ärmsten sind, dass sie gebraucht werden und dass sie anderen von dem weitergeben können, was sie erfahren haben. Dabei spielt natürlich auch der missionarische Gedanke eine sehr entscheidende Rolle.

4.3. Die Freizeiten

…sind ein weiterer Angelpunkt der Arbeit von „Közös Élet – Gemeinsam Leben“.
Der pädagogische Gedanke hinter diesem Konzept der Freizeiten ist, dass im gemeinschaftlichen Zusammenleben Gottes Liebe praktisch wird. Die Teilnehmer werden dafür aus ihrer alltäglichen Umwelt herausgeholt und lernen neue Kulturen, Gemeinschaften und Hintergründe kennen. Die Freizeiten ermöglichen einen Blick über den eigenen Tellerrand, eine persönliche Erfahrung mit Gott und den Glaubensgeschwistern sowie eine breite Palette verändernder Erlebnisse.
Vor allem in den Sommerfreizeiten und in der Weihnachtszeit ist auch die Begegnung mit Jugendlichen und Erwachsenen aus Deutschland und Österreich ein Schwerpunkt, welcher vielfältige Erlebnisse ermöglicht.

 

 5. Förderer unserer PartnerschaftJugendamt NürnbergNuernberg_Logo_1

Neben vielen persönlichen Unterstützern bei Einsätzen in Rumänien und Aktionen in Deutschland, bedanken wir uns ganz herzlich bei der Stadt Nürnberg. Zum einen beim Projekt- und Initiativenfonds des Referates für Jugend, Familie und Soziales der Stadt Nürnberg, der unser Familien-Workcamps 2013 großzügig unterstützt hat und zum anderen das Jugendamt mit seinen Förderungen vom internationalen Jugendaustausch.

 

6. Videos zur Partnerschaft